Hyaluronsäure für weniger Gesichtsfalten und glatte Haut

Viele Frauen wünschen sich eine jugendliche, glatte und schöne Haut. Dies wird mit steigendem Alter, welches wir nun mal nicht verhindern können, allerdings immer schwerer erreichbar. Das Schönheitsideal der glatten und gepolsterten Haut ist in der Öffentlichkeit seit Jahren auch mit dem Spritzen von Botox und den damit einhergehenden Vorurteilen verbunden. Seit einiger Zeit gibt es zudem immer mehr junge Frauen, die sich als Vorbeugung das Nervengift Botox spritzen lassen wollen, um damit weniger anfällig für Faltenbildung in der Zukunft zu sein. Viele Experten warnen allerdings davor, da eine Vorbeugende Wirkung nicht bestätigt ist und sogar gegenteilige Effekte entstehen können. Dagegen zeigt die Faltenbehandlung mit pflanzlicher, natürlicher Hyaluronsäure immer größere Beliebtheit, da sie keine Nebenwirkungen oder Allergierisiken besitzt, auch vorbeugend eingesetzt werden kann und zudem weitere erfreuliche Wirkungen mit sich bringen kann.

Was ist Hyaluronsäure und wie wird sie hergestellt?

Hyaluronsäure ist eine zuckerähnliche Substanz die vom menschlichen Körper aus spezifischen Proteinen in unseren Zellen selbst hergestellt wird. Es handelt sich also um ein natürliches Produkt und nicht wie bei Botox um ein Nervengift. Sie kommt vor allem im extrazellulären Raum vor, also dem Raum, der außerhalb der Zellen liegt und mit Flüssigkeit gefüllt ist. Dadurch ist circa 50% der Hyaluronsäure in unserer Haut gespeichert. Die Konzentration der Hyaluronsäure hängt von der Stelle im Körper ab, an der sie eingesetzt wird, da sie so unterschiedliche Viskositäten annehmen kann. So kommt Sie in der Gelenkflüssigkeit mit etwa 1400 bis 3600 µg/ml und im Auge mit 140 bis 338 µg/ml vor.

Wie bereits erwähnt ist das Besondere an Hyaluronsäure, dass sie je nach Konzentration ganz verschiedene Viskositäten annehmen kann. Das liegt daran, dass sie lange Disaccharideinheiten ausbildet, die in einer schraubenartigen, unverzweigten Helix verbunden sind. Durch diese Verbindung ist es der Hyaluronsäure möglich, große Mengen Wasser aufzunehmen und zu einer gelartigen Substanz zu binden. Sie kann mehr Wasser aufnehmen, als jede andere polymere Verbindung. Diese besondere Eigenschaft wird in der Kosmetik und der ästhetischen Medizin ausgenutzt und kann die Haut straffen, trockene Hautstellen beseitigen und zur Behandlung von kleinen Falten und Nasolabialfalten eingesetzt werden.

Für die kosmetische Nutzung muss die Hyaluronsäure zuvor künstliche hergestellt werden. Wobei künstlich dabei das falsche Wort ist, denn Sie wird entweder aus tierischem Gewebe extrahiert oder in einem biotechnologischen Verfahren aus der Synthese von bestimmten Bakterien erzeugt.

Die Extraktion aus tierischem Gewebe wird heute immer seltener eingesetzt. Dabei wurde vorzugsweise aus Hahnenkämmen oder Rinder- oder Fischaugen das Hyaluron herausextrahiert. Dabei war das Risiko Krankheitserreger mit zu übertragen allerdings lange Zeit zu groß, sodass es vorzugsweise für Laborzwecke genutzt wurde. Außerdem ist ebenfalls das Risiko für empfindliche Menschen, eine allergische Reaktion zu zeigen, höher. Aus diesem Grund und aus Gründen der Großproduktion wird mittlerweile vor allem auf biotechnologische Verfahren aus Pflanzen gesetzt.

Bei diesem Verfahren werden Pflanzenreste und Pilze als Nährboden für bestimmte Mikroorganismen genutzt. Diesen wird außerdem Zucker beigeführt. Die Pflanzenreste und Pilze werden nun von den Mikroorganismen verdaut und es kommt durch den Zucker zur Gehrung. Um die Mikroorganismen bildet sich dadurch eine Kapsel die unter anderem Hyaluron enthält. So wird über mehrere Vorgänge das Hyaluron angereichert und anschließend in weiteren Verfahren isoliert.

Hyaluronsäure Mangel und Bildung von Gesichtsfalten und trockenen Hautstellen


Hyaluronsäure wird vom menschlichen Körper zwar selbst produziert, allerdings nimmt diese Fähigkeit mit steigendem Alter immer weiter ab. Im Normalzyklus wird genauso viel Hyaluronsäure nachproduziert, wie abgebaut wird. Im Alter von 40 Jahren liegt die Nachproduktion allerdings nur noch bei 40% und im Alter von 60 Jahren bei gerade einmal 10% der ursprünglich produzierten Menge. Dadurch fehlt nun Hyaluronsäure im Körper, wodurch unterschiedliche Effekte entstehen können.

So führt Hyaluronsäure Mangel zum Beispiel zu trockenen und gereizten Augen und teilweise verminderter Sehkraft, zu dünner und trockener Haut, Falten- und Gesichtsfaltenbildung, schlaffem Bindegewebe und Gelenkschmerzen und damit einhergehender eingeschränkter Beweglichkeit.

Für die Haut ist bei Frauen unteranderem im Alter ein Östrogenmangel dafür verantwortlich, dass Kollagene abgebaut werden. Kollagene haben mit 30% den größten Anteil an der Gesamtmasse aller Proteine im Körper und sind unter anderem wesentlicher Bestandteil des Bindegewebes und der Haut. Dadurch kommt es zum Verlust der Hautelastizität, Faltenbildung und trockenen Haustellen. Die Abnahme der Hyaluronsäure Konzentration hat zusätzlich zur Folge, dass in der Haut weniger Wasser gespeichert werden kann. Dadurch kann die Haut nichtmehr mit dem gelartigen Hyaluron aufgefüttert wird und es kommt zur verstärkten Faltenbildung und trockener Haut. Unter anderem wird durch die verringerte Produktion von Hyaluronsäure auch die Gelenkflüssigkeit negativ beeinflusst, da sie an Viskosität verliert und so das Gelenk nicht mehr genügend vor Abnutzung und Stößen schützen kann. In dieser Folge kann es zur Zerstörung des Gelenkknorpels kommen. Diese Krankheit nennt sich Arthrose.

Wie kann Hyaluronsäure angewendet werden und wie kann Sie zu sich genommen werden?
Die künstlich hergestellte Hyaluronsäure kann auf viele Arten angewendet werden. Dabei kommt es immer auf die Anwendung und auch auf persönliche Vorlieben an.

Hyaluronsäure in der Kosmetik

In der Kosmetik findet Hyaluronsäure vor allem in seiner reinen Form und in Form von Cremes Anwendung. Dabei soll sie in der Regel einer trockenen Haut Feuchtigkeit spenden. Aufgrund des hohen Molekulargewichts der Hyaluronsäure wird sie von der Haut nicht direkt aufgenommen, sondern bildet auf der Haut einen dünnen, elastischen Oberflächenfilm, der die Feuchtigkeit auf der Haut spürbar aufrechterhält. Dafür wird eine wässrige Lösung mit hochmolekularer Hyaluronsäure auf der Haut aufgetragen. Eine geringe Menge des Wassers verdunstet anschließend. Trotzdem bleibt ein dünner, wasserhaltiger Film auf der Haut zurück, welcher licht- und luftdurchlässig ist. Dadurch behindert er die Hautatmung und die Perspiration in keiner Weise. Teilweise mischt man dieser Lösung weitere Wirkstoffe bei, die dann in einer Art Reservoir an die Haut abgegeben werden kann. Da Hyaluronsäure keine Allergien oder toxischen Reaktionen hervorruft ist sie ein idealer Feuchtigkeitsspender, welcher der Haut ein sehr angenehmes, geschmeidiges Gefühl schenkt.

Hyaluronsäure in der ästhetischen Medizin

Auch in der ästhetischen Medizin wird Hyaluronsäure eingesetzt. Da es sich dabei um einen nicht-invasiven Eingriff handelt, ist sie weniger risikobehaftet als Verfahren der plastischen Chirurgie. Dabei werden mit Hilfe von Hyaluronsäure zum Beispiel Faltenunterspritzungen durchgeführt. Außerdem sind das Aufspritzen von Lippen und Wangenknochen, Gesichtsmodellierung und Brustvergrößerung, Behandlungen von abgesenktem Gewebe und Gesichtsstraffungen möglich. Je nach Anwendung gibt es Unterschiede in der molekularen Struktur der Hyaluronsäure, da sie beispielsweise in ihrer quervernetzten Form mehr Wasser binden kann und vom Körper schlechter abgebaut werden kann. Bei der Faltenunterspritzung wird für kleine Oberflächenfalten meist ein dünnflüssiges Gel verwendet, wohingegen bei tiefen Nasolabialfalten ein dickflüssigeres Präparat genutzt wird. Der Nachteil ist, dass der Körper auch die gespritzte Hyaluronsäure mit der Zeit abbaut und so eine auffrischende Behandlung circa alle sechs Monate nötig ist. 

Bei Hyaluronunterspritzung sind Allergien oder Unverträglichkeiten zwar nahezu ausgeschlossen, allerdings kann es in Folge des Einstichs zu leichten Schmerzen und Rötungen, Juckreiz, Ödemen, leichten Blutergüssen und Infektionen, Hautverfärbungen oder Taubheitsgefühlen der Haut mit Verhärtungen des Gewebes kommen. Das Unterspritzen mit Kollagen wird heute kaum noch eingesetzt, da es aufgrund der Herkunft aus tierischem Gewebe oft zu Komplikationen geführt hat.

Hyaluronsäure in Form von Kapseln als Alternative zu Spritzen und Gesichtscremes  

Alternativ zu Gesichtscremes oder Spritzen wird vor allem auch Hyaluronsäure in Kapseln eingesetzt. Die orale Zufuhr hat den großen Vorteil, dass Sie im Körper besser verteilt wird und so auf verschiedenste Arten wirken kann. Da die hochmolekulare Hyaluronsäure in Gesichtscremes die Hautschicht nicht durchdringen kann wird sie vom Körper nicht aufgenommen und wirkt daher nur oberflächlich und vorübergehend. Auch beim Spritzen in die zu behandelnden Zone ist die Wirkung nicht von Dauer, sondern muss nach etwa sechs Monaten aufgefrischt werden. Das liegt daran, dass die Hyaluronsäure vom Körper wieder abgebaut wird. Die Wirkung ist außerdem auf die zu behandelnde Zone beschränkt.

Hyaluronsäure Kapseln sollten als Kur verwendet werden und dann in regelmäßigen Abständen aufgefrischt werden. In unabhängigen Studien wurde bereits nachgewiesen, dass durch orale Einnahme beispielsweise Arthrose behandelt werden konnte und Falten aufgepolstert werden können. Zudem gibt es viele Patienten, die denselben Effekt bestätigen konnten. Von Vorteil ist außerdem, dass mit Kapseln nicht nur Gesichtsfalten behandelt werden können und so zu einer glatten und geschmeidigen Haut beitragen können. Es ist zudem auch möglich zum Beispiel Gelenkschmerzen und Arthrose vorzubeugen oder Schmerzen zu lindern. Zudem wird durch die Hyaluronsäure das Haarwachstum unterstützt. Auch Nebenwirkungen der Einnahme sind nicht bekannt, da es sich um ein natürliches, rein Pflanzliches Produkt handelt.

Fazit: Hyaluronsäure Kapseln für gesunde Haut

Aufgrund der molekularen Beschaffenheit von Hyaluronsäure ist sie in der Lage eine große Menge Wasser zu binden. Sie wird vom Körper selber produziert. Allerdings nimmt die Nachproduktion im Alter stark ab. Dies kann mit künstlich hergestellter Hyaluronsäure behandelt werden. Dabei ist sie sehr vielseitig einsetzbar. Sie kann sowohl bei trockener Haut und Gesichtsfalten, als auch bei Gelenkschmerzen und Arthrose eingesetzt werden. Zur Faltenreduktion und Behandlung von trockener Haut kann sie in Form von Gesichtscremes oder mithilfe von Unterspritzung genutzt werden. Für den gesamten Körper, mit allen erfreulichen Nebenwirkungen auf zum Beispiel die Gelenke, wird durch unabhängige Studien und Patientenerfahrungen auch die Einnahme von Hyaluronsäure in Kapselform empfohlen. Sie wird als wirkungsvolle Alternative für geschmeidige Haut ohne trockene Stellen und weniger Gelenkschmerzen bei Arthrose beschrieben. Die Einnahme ist außerdem auch vorbeugend gut möglich und eine günstige Alternative. Sie besitzt zudem keine bekannten Nebenwirkungen und ist daher definitiv einen Versuch wert.

 

Quellen:
https://www.vitaminexpress.org/de/hyaluronsaeure
https://www.infomedizin.de/themenwelt/faltenbehandlung/behandlungen/faltenunterspritzung/#risiken-nebenwirkungen
https://www.forschung-und-wissen.de/nachrichten/medizin/weniger-falten-dank-hyaluronsaeure-kapseln-13373674
https://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.faltenfreies-schoenheitsideal-botox-in-den-zwanzigern-sinnvoll-oder-schnapsidee.48abe02c-a01b-4630-adb5-24b8407f84e7.html

 

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